
Radverbindung Glacis-Westring fertiggestellt
Am Freitag den 12. Dezember wurde der letzte Bauabschnitt der Radbahn zwischen Glacispark und Westring eröffnet. Dort wurde das Kopfsteinpflaster abgeflacht, um dem Radverkehr mehr Sicherheit beim Fahren auf der Fahrbahn zu geben und die Lärmbelastung für Anwohnende zu verringern.
Die Maßnahme geht auf einen vom ADFC angeregten Beschluss des Stadtrates aus dem Jahr 2018 zurück, der vorsieht im von Kopfsteinpflaster durchzogenen Stadtfeld-Ost ein Radroutennetz zu schaffen. Dabei wird die Fahrbahn so abgeflacht, dass Radfahren komfortable möglich ist. Ganz nebenbei verringert sich dadurch auch die Lärmbelastung für Anwohnende, da Autos nicht länger über das Kopfsteinpflaster klappern.
2020 wurde der erste Bauabschnitt zwischen Glacispark und Lessingplatz mit einer einfachen Asphaltschicht ausgebaut. 2021 folgte der zweite Abschnitt zwischen Lessingplatz und Schellheimerplatz. Vier Jahre später ist nun auch der letzte Bauabschnitt vollendet.


Norman Dreimann vom ADFC Magdeburg freut sich zwar, dass die Route nun fertiggestellt ist, dennoch gäbe es besonders im Kreuzungsbereich zwischen Annastraße, Wilhelm-Külz-Straße und Schelheimerplatz noch Kritik. „Derzeit kommt es häufig vor, dass PKW im Kreuzungsraum illegal geparkt werden und damit den Großteil des abgeflachten Streifens blockieren. Das ließe sich mit ein paar Pollern oder Fahrradbügeln lösen. Insgesamt hätten wir uns aber gewünscht, dass hier ein größerer Bereich abgeflacht worden wäre.“


Für die noch fehlenden Straßen wünscht sich Dreimann aber vor allem mehr Tempo bei der Umsetzung. „Auf die Fertigstellung der ersten Verbindung haben wir nun fast 6 Jahre gewartet, dabei ist die Abflachung von Kopfsteinpflasterstraßen eigentlich eine Maßnahme, die andere Städte einsetzten, um schnell eine Verbesserung zu schaffen. In Stadtfeld-Ost warten noch einige Straßen auf eine Überarbeitung, es wäre daher wünschenswert, wenn die nächste Verbindung schneller umgesetzt wird.“
Der Fahrradclub schlägt daher vor statt dem teuren Ein- und Ausbau des Pflasters auf das Abschleifen des bestehenden Kopfsteinpflasters zu setzten. Das Abschleifen ganzer Straßenzüge für den Radverkehr wurde im Nachbarbundesland Brandenburg bereits erprobt. „Das ist nicht nur wesentlich günstiger, sondern geht auch deutlich schneller und vermeidet lange Baustellen.“ erklärt Dreimann.
Geht es nach dem ADFC, soll als nächstes die Gerhard-Hauptmann-Straße überarbeitet werden. Die Verbindung zwischen Glacis und Goethestraße wurde von vielen Radfahrenden bei der Beteiligung zur Radverkehrskonzeption für eine Abflachung vorgeschlagen.


